Auf ein Wort mit Teamchef Marcel Jürgens-Wichmann

Auf ein Wort mit Teamchef Marcel Jürgens-Wichmann

Die Saison 2018 steht in den Startlöchern und hält für unsere Mannschaft ein umfangreiches Programm bereit. Wir haben unseren Teamchef Marcel Jürgens-Wichmann in einer „ruhigen“ Minute zur bevorstehenden Saison befragt.

2018 hat Project 1 ein umfangreiches Programm zu bewältigen. Wie wird das kommende Jahr für dich und das Team genau aussehen?

Wir haben in diesem Jahr wirklich einen extrem vollgepackten Kalender. Wir werden wieder im nationalen Porsche Carrera Cup Deutschland antreten, einen Porsche 911 RSR in der WEC einsetzen und in den internationalen Porsche Mobil 1 Supercup zurückkehren. Durch die verschiedenen Rennserien und aufgrund deren unterschiedlicher Anforderungen kommt sicher viel Arbeit auf uns zu, aber wir freuen uns alle sehr auf diese Herausforderungen. Für uns ist es vor allem wichtig, einen guten Auftritt in allen drei Serien hinzulegen. Wir haben ein sehr vielseitiges und mit Sicherheit schlagkräftiges Line-up zusammengestellt. Die Jungs haben unterschiedliche Motorsport-Hintergründe. Einige kommen aus dem Formel-Sport, andere haben bereits Porsche-Kenntnisse. Ich persönlich bin mit unserer Aufstellung sehr zufrieden. Ich bin überzeugt, dass dieser Mix an Erfahrungen und Wissen ein Vorteil für uns ist und wir damit erneut ein erfolgreiches Jahr absolvieren können.

Wie begründest du dieses große Engagement und den Wiedereinstieg in den Porsche Mobil 1 Supercup?

Wir möchten auf langfristige Sicht ein gutes Ausbildungsprogramm auf die Beine stellen. Bis jetzt war der Schritt vom nationalen Porsche Carrera Cup in die WEC allerdings sehr groß. Der Supercup bietet hier eine ideale Zwischenstation. Er umfasst europaweit viele anspruchsvolle Rennstrecken. Außerdem starten die besten Teams und Fahrer im Supercup. Bei so einem hochkarätigen Umfeld war der Wiedereinstieg am Ende eine ganz logische Konsequenz für uns. Dabei zielt unsere Ausbildung nicht nur auf junge Fahrer ab. Wir wollen auch begeisterte Mechaniker oder Ingenieure an den Motorsport heranführen und ihnen eine Basis bieten, auf der sie sich step by step entwickeln können. Für uns ergibt sich daraus die Möglichkeit, talentierte Mitglieder für unser Team zu gewinnen und diese auch langfristig zu halten.

Wie sehen die Zielsetzungen für den Porsche Carrera Cup Deutschland und den Porsche Mobil 1 Supercup aus?

Im Porsche Carrera Cup gibt es für uns nur ein Ziel: drei Meisterschaften gewinnen. 2017 konnten wir Rookie- und Teamwertung für uns entscheiden, 2018 soll noch die Fahrermeisterschaft dazukommen. Auch im Porsche Mobil 1 Supercup hoffe ich, dass wir zwei Meisterschaften nach Hause bringen können.

Du bist nun seit zwei Jahren Teamchef. Welche Erfahrungen hast du persönlich aus dieser Zeit mitgenommen?

Ich konnte wirklich sehr viele gute Erfahrungen während dieser beiden Jahre sammeln. Zu Beginn war der Motorsport komplettes Neuland für mich, doch mittlerweile kenne ich mich gut aus. Ich weiß um die Besonderheiten des Motorsports und habe die Dynamiken in einem Rennsport-Team kennengelernt und verinnerlicht. Natürlich kommen auch jetzt immer wieder neue Erkenntnisse hinzu. Noch bin ich kein alter Hase, aber man lernt ja bekanntlich sowieso niemals aus. Dank meines Teams habe ich ein optimales Umfeld, um zu arbeiten und mich weiterzuentwickeln. Wir kommen alle sehr gut miteinander zurecht und können uns dadurch stetig steigern und verbessern.